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Herkunft
Ahornsirup wurde schon seit undenklichen Zeiten von den Indianern im Nordosten
Amerikas und in Kanada als natürliches Süßungsmittel genutzt.
Die Algonkin gaben ihm den Namen „Sinzibuckwud“, was soviel wie „dem Holz
entlockt“ heißt. Der jährliche Festzyklus der Indianer begann mit dem
Ahornfest im zeitigen Frühjahr.
Die Indianer bewahrten den kostbaren Sirup in Gefäßen auf, die sie aus
Birkenrinde fertigten und kunstvoll mit Ornamenten verzierten.
Als die Weißen in die Gebiete der Indianer vordrangen, teilten diese
bereitwillig ihr Wissen mit ihnen und zeigten den Neuankömmlingen, wie man den
Saft des Zuckerahorns „erntet“ und einkocht.
Heute ist das Zuckerahornblatt das Staatssymbol Kanadas und die Bäume sind von
Quebec in Kanada, über die Bundessstaaten Main und Vermont bis nach New York in
den USA verbreitet.
Der erste schriftliche Bericht über die Zuckergewinnung vom Ahornsaft stammt
aus dem Jahre 1634. Seitdem hat sich nicht viel wesentliches an der Technologie
der Gewinnung des Ahornsirups geändert. Die Indianer hatten schon eine fast
perfekte und erfolgreiche Strategie entwickelt, die die Weißen übernahmen und
die bis heute so genutzt wird.
Ernte
Ahornsaft kann nur eine kurze Zeit im Jahr geerntet werden. Nämlich dann, wenn
die Nächte noch frostig sind, die Sonne am Tag aber schon soviel Kraft hat, den
Boden aufzutauen. Das ist in etwa von Ende Februar bis in den April hinein der
Fall.
Wenn die Sonne den Boden tagsüber auftaut und das Eis im Boden schmilzt, nehmen
die Wurzeln der Bäume Wasser auf und die Stärke, die der Baum im vergangenen
Sommer und Herbst angesammelt hat, wandelt sich in Zucker um.
Nun ist es Zeit, den Baum „anzuzapfen“. Dazu werden ein oder mehre Löcher
in die Rinde gebohrt. Da hinein kommt ein Tropfhahn, an dem eine Schlauch
befestigt ist und dieser leitet den Saft sofort zur Weiterverarbeitung in die
Sammelbottiche oder man hängt einfach einen Eimer mit einem Deckel an den Hahn.
Der Saft muss schnell, innerhalb von 24 Stunden, verarbeitet werden denn sonst fängt
er an zu gären.
Jeder Farmer achtet darauf, dass dem Baum nicht mehr als 40 Liter Saft entzogen
werden und dass die Bohrlöscher jedes Jahr an einer anderen Stelle gesetzt
werden. Ansonsten würde der Baum nach kurzer Zeit Schaden nehmen und wäre
nicht mehr rentabel.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch vom Schwarzen und vom
Roten Ahorn Saft gewonnen wird, der enthält aber sehr viel weniger Zucker als
der des Zuckerahorns.
Inhaltsstoffe
Der gewonnene Saft wird nun eingedickt, bzw. eingedampft. Aus 40 Liter Saft
werden gerade mal 1 Liter Sirup mit einem Zuckergehalt von etwa 63 – 65 %
vorwiegend in Form von Saccharose und 32 – 34 % Wasseranteil. Der Rest sind
Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Phosphor, Kalium, organische Säuren und Eiweiße.
Ahornsirup enthält mehr Mineralstoffe als beispielsweise Honig und hat weniger
Kalorien. 100 g enthalten 266 kcal.
Heilwirkung und Gesundheit Tee aus den Blättern und der
Rinde des Zuckerahorns verwendeten schon die Indianer früher zum Reinigen von
Wunden und zur Hautpflege, innerlich angewendet soll er die inneren Organe stärken.
Ein Glas heiße Milch oder Kräutertee mit Ahornsirup entspannt und hilft bei
Einschlafstörungen.
Fühlt man sich schlapp und kraftlos, kann ein Löffel Ahornsirup rasch Energie
liefern. Wer ihn nicht so pur mag, kann den Sirup auch mit etwas Kefir oder
Quark vermischen.
Wer Ahornsirup zum Süßen verwendet, kann die Hälfte bis drei Viertel an
Zucker einsparen.
Verwendung in der Küche
Der Ahornsirup ist je nach Erntezeitpunkt unterschiedlich gefärbt. Je später
er geerntet wird, um so dunkler und kräftiger im Geschmack ist er. Der
Mineralstoffgehalt allerdings ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig.
Ahornsirupgraduierungen
Die Klassifizierung erfolgt nach der Lichtdurchlässigkeit – der hellste ist
der beste Sirup und ist außerhalb von Kanada kaum zu bekommen.
Amerikanische Buttermilch -
Pfannkuchen (2 Port.)