Äthiopischer Mokka (Coffea arabica
var. mocha)
Äthiopien,
genauer: das Hochland von Abessinien in ist die Urheimat des Kaffees. Hier sind
die verschiedenen Unterarten des Mokka immer noch wildwachsend anzutreffen. Sie
erreichen eine Höhe zwischen 3 und 15 m. Die Pflanze zeichnet sich durch einen
gedrungenen Wuchs aus und besitzt erheblich kleinere Blätter, Blüten, Früchte
und Bohnen als andere Arabica-Sorten. Mokka erhielt seinen Namen von der südjementischen
Hafenstadt Mocha, über die der Kaffee ab dem 16. Jahrhundert in alle Welt
verschifft wurde.
Der
Mokka ist klein- bis mittelbohnig, von blaugrüner Farbe und enthält einen
hohen Anteil von Perlbohnen. Diese entstehen, wenn bei der frühen Frucht der
erste Teilungsschritt nicht erfolgt, also pro Kaffeekirsche nur eine runde,
kugelförmige Bohne entsteht statt zwei halbrunde Bohnen. Diese
„Einzelkinder“ gelten als Qualitätsmerkmal, zum einen wegen einer
(angeblichen) „Verdichtung“ des Aromas, zum anderen wegen ihrer für die Röstung
günstigeren Oberflächenrelation. Kaffee mit einem hohen Anteil an Perlbohnen
erzielt einen höheren Preis. Man bezeichnet die verschiedenen Mokka-Unterarten
nach den Herkunfts-Distrikten: Bonga, Djimma, Limmu, Jima, Yirgacheffe, Harrar,
Sidamo, Kaffa etc. Verschifft wird der Kaffee über die nahe gelegene unabhängige
Hafenstadt Djibouti im Nordosten Äthiopiens. Etwa 50 % des äthiopischen Mokkas
werden in Höhenlagen oberhalb 1.500 m angebaut. Zu den höchsten Lagen zählt
der Harrar, der in zwei Untergruppen eingeteilt wird: Shortberry und Longberry.
Der Longberry, die beliebtere der beiden Sorten, zeichnet sich durch einen
weichen Charakter, weinigen Nuancen, einen würzig-kräftigen, vollaromatischen
Körper und eine feine Säure aus. Als eine der besten Sorten äthiopischen
Mokkas gilt daneben der Yirgacheffe, Äthiopiens härteste Bohne. Grundsätzlich
gilt: Je höher das Anbaugebiet liegt, desto härter ist die Bohne, da sie
weniger Wasser bekommt, deshalb langsamer wächst und intensivere Aromen
ausbilden kann.
Mokka
ist sehr würzig und besticht durch seine komplexe, schwere Fülle und seine
Schokoladen- und Fruchttöne, die sich bis hin zu weinartigen Aromen entwickeln
können. Einzelne Sorten zeigen Töne von schwarzer Johannisbeere, Weinbeeren
oder Waldbeeren. Der Kaffee sollte zwar dunkel, aber nicht zu dunkel geröstet
werden, damit sein fruchtiger Charakter nicht zerstört wird.
(Informationen: Dionysos Consulting, Mannheim, Schlüter & Maack, Hamburg, www.moccapur.de , Bohnen: Barcomi’s Kaffeerösterei, Berlin und Janssen-Kaffee, Heidelberg
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom neuen Cafe´Magazin
Autor : Marc
Garland garland@dionysos.de
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